Endlich kann einer auch in Winterbach zeigen, womit er bei diversen Bluesfesten der jüngeren Vergangenheit in Gaildorf – und bei Auftritten anderswo auf der Welt – aufhorchen ließ.
Kenny Neal kommt und mit ihm der Frühling: Am 21. März bespielt er mit seiner Band die Bar „4208“. Und seine Band, das ist großteils Familie: Bruder Frederick bedient die Tasten, Bruder Darnell macht die tiefen Töne (Bass). Lediglich Schlagzeuger Ken Johnson ist nicht verwandt und nicht verschwägert mit Kenny Neal, dessen musikalische Vorbilder sein Vater Raful und dessen Freunde Lazy Lester, Buddy Guy und Slim Harpo waren. Neal hatte illustre Ziehväter und er war ein guter Schüler: Außer Gitarre lernte er Trompete, Harp, Klavier und Bass.
Kenny Neal ist ein hoch geschätzter und mit vielen Auszeichnungen geadelter Vertreter des zeitgenössischen Blues, einer der jungen amerikanischen Bluesgitarristen und –komponisten. Der Südstaaten-Musiker – geboren in New Orleans, aufgewachsen in Baton Rouge – hat seine eigene Blues-Marke entwickelt, eine Kombination von Louisiana „Swamp Blues“, Funk-Rhythmen und einer aus tiefer Seele kommenden Stimme. All das wird getragen vom kraftvollen Energiestrom, den er mit seiner abgewetzten Fender Telecaster erzeugtSeine jüngste CD ist in diesem Jahr unter dem Titel „Let Life Flow“ erschienen. Musik mit Tiefe: Sie kommt „straight from my heart“, setzt Kenny Neal wieder mal hohe Maßstäbe.